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GS Tarmstedt verabschiedet 55 Abiturienten sowie 13 Jugendliche mit Fachhochschulreife – und vier Lehrkräfte

22.06.2013
55 Abiturienten verlassen die Kooperative Gesamtschule Tarmstedt, und 13 Jugendliche haben das Fachabitur in der Tasche. Bei der Entlassungsfeier ging es gestern sehr musikalisch zu.

 

Tarmstedt. Wehmut war spürbar im Forum der KGS, aber auch Aufbruchstimmung. 68 junge Menschen verlassen die Gesamtschule, davon 55 mit dem Abitur in der Tasche, die Übrigen mit der Fachhochschulreife. Mit der Entlassungsfeier wurden sie gestern offiziell verabschiedet. Und zwar, wie sich das gehört, mit ganz viel selbst gemachter Musik.

Zum Einzug der Abiturienten spielte eine Schülerband das rockige "Milk and Honey" von den Beatsteaks. Für Gänsehaut-Feeling sorgten später ein Schüler-Trio aus zwei Trompeten und Klavier sowie mehrere Gesangsgruppen. Und auch die Eltern schmetterten auf der Bühne ein Lied.

Dass seine ehemaligen Schützlinge nicht völlig unvorbereitet ins Leben gehen, unterstrich Schulleiter Michael Berthold. Sie hätten eine anspruchsvolle Prüfung bestanden, und der Abschluss öffne ihnen im Berufsleben Tür und Tor. Die Schule habe versucht, den Schülern zu vermitteln, dass sie Leben in seiner Gänze erfassen müssten. "Das schließt natürlich den Blick aus anderen Perspektiven ein", so Berthold, "also auch die von Nachbarn und Fremden, von Tieren und Pflanzen." Dafür benötige der Mensch gebildete Sinne, aber auch ein gebildetes Herz und einen gebildeten Verstand. "Wir haben versucht, Euch das mitzugeben", betonte der Schulleiter.

"Traumhaftes Leben"

"Die Schulzeit war schon sehr prägend", sagten die Abiturientinnen Luise Heberling und Kristin Jagels, "wir werden sie wohl auch ein bisschen vermissen." Und sie würden wohl den einen oder anderen Mitschüler vermissen, die sie in den vergangenen zwölf Jahren fast jeden Tag gesehen hätten. Und sie dankten den Lehrern, "ohne die wir das Abi nicht halb so gut gepackt hätten". Und sie dankten ihren Eltern, "die uns in dieser schwierigen Zeit ertragen mussten". Bis jetzt hätten sie "ein traumhaftes Leben" gehabt. Elternsprecher Günter Lange sah die Abiturienten gut vorbereitet fürs Leben nach der Schule. "Zur Philosophie dieser Schule gehört es, das Wohl der Kinder im Auge zu behalten. Dafür danke ich dem Kollegium ausdrücklich." Den ehemaligen Schülern sprach er Mut zu, wenn es darum gehe, Verantwortung zu übernehmen. "Habt Spaß dabei und genießt das Leben", rief er ihnen zu, bevor er mit vielen anderen Müttern und Vätern ein Lied anstimmte.

Bevor die Abiturienten ihre Abschlusszeugnisse erhielten, wurden einige von ihnen besonders geehrt. Michael Otten hatte mit der Note 2,1 nicht nur das beste Abi unter den Jungs, sondern wurde auch für seine herausragende Abiturleistung im Fach Mathematik ausgezeichnet, Elisabeth Reuhl hatte das zweitbeste Abi überhaupt in diesem Jahr und wurde zusätzlich für ihre Leistung in Physik ausgezeichnet. Schülersprecher Börge Bammann wurde für sein besonderes Engagement für die Schule ebenso belobigt wie Katrin Kersting, die mehrere Jahre für die Schülervertretung Protokoll geführt hat. Eigens auf die Bühne gerufen wurden die fünf besten Absolventen Charlotte Schüßler (Note 1,3), Elisabeth Reuhl (1,4), Linea Imm (1,8) sowie Mona Lienemann und Sarah Lemmermann (jeweils 1,9). Sie bekamen jeweils ein Buch mit dem Titel "Denken Sie selbst!". Charlotte Schüßler und Elisabeth Reuhl wurden von der Schule bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes für ein Stipendium vorgeschlagen.

Vier Lehrer wurden verabschiedet: Ulrike Martinez geht nach Oldenburg, Hans-Gerd Gortmann, Hartmut Prelle und Alfred Nitsche gehen in Pension.

Wümme Zeitung 22.6.13